CTA Ausbildung in Braunschweig
Bei der Ausbildung unserer angehenden CTAs bieten wir
unseren Schülerinnen und Schülern neben den gesetzlich vorgeschriebenen
Lehrinhalten weitergehende qualifizierende Kurse und Exkursionen an, um sie optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Beispielsweise haben unsere Schülerinnen und Schüler die
Gelegenheit, an einem umweltanalytischen Praktikum am Dowesee im Norden
Braunschweigs teilzunehmen. Durch unser „Labormobil“, das über eine komplette
Laborausstattung samt eigenem Stromaggregat verfügt, können Wasser- und
Bodenproben vor Ort gemeinsam mit Mitarbeitern des Regionalen
Umweltbildungszentrums Dowesee entnommen und analysiert werden. Unsere
Schülerinnen und Schüler lernen die Wasserqualität zu bestimmen, indem der
Gehalt z. B. von Phosphat und Nitrat im Wasser gemessen wird. Ein weiteres
Kriterium für die Wassergüte ist das Vorkommen und die Anzahl von Lebewesen,
die mit Mikroskopen bestimmt werden können.
Für dieses Praktikum werden moderne marktübliche Systeme
eingesetzt, um unseren Schülerinnen und Schüler den späteren Einstieg in den
Berufsalltag zu erleichtern.

Foto vom Dowesee
Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist die so genannte
„Instrumentelle Analytik“. Hierunter wird die Untersuchung von chemischen oder
biologischen Proben mit Hilfe größerer Geräte verstanden. Alkoholtests und
hochempfindliche Drogentests sind eindrucksvolle Beispiele für instrumentell
analytische Untersuchungsmethoden. Unsere Schülerinnen und Schüler lernen
unterschiedliche Methoden kennen, die in der Praxis häufig angewandt werden.
Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten ferner eine
Einführung in die biochemische Analytik. Bei der Untersuchung von Lebensmitteln
kann mit Hilfe biochemischer Verfahren, wie der Elektrophorese, bestimmt
werden, von welcher Tierart ein Stück Fleisch stammt, oder ob für ein
Lebensmittel gentechnisch veränderte Zutaten verarbeitet wurden. Aber auch für
die Entwicklung von Arzneimitteln oder die Diagnostik von Erkrankungen werden
biochemische Verfahren immer wichtiger. Bei der Entwicklung neuer Antibiotika
werden Krankheitserreger neuen Stoffen ausgesetzt und beobachtet.
Eine Einführung im Umgang mit Bakterien und Pilzen rundet
das Programm ab, da mikrobiologische Arbeitstechniken ebenfalls sehr
praxisrelevant sind. So werden einige Arzneimittel oder
Lebensmittelzusatzstoffe mit Hilfe von Bakterien oder Pilzen gewonnen.
Wir organisieren für unsere Schülerinnen und Schüler ferner
Besichtigungen von herstellenden und verarbeitenden Betrieben bzw. forschenden
und überwachenden Institutionen der Umgebung sowie Fahrten zu Fachmessen.
Außerdem wird mit jeder Klasse im zweiten Ausbildungsjahr ein
Strahlenschutzkurs durchgeführt.
Über alle zusätzlich qualifizierenden Kurse und Praktika
erhalten unsere Schülerinnen und Schüler selbstverständlich Nachweise, die sie bei Bewerbungen
mit einreichen können.
Aufgrund der fundierten Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüle an
modernen Geräten haben diese die Gelegenheit, nach Abschluss ihrer Ausbildung
bundesweit tätig zu werden, z. B. in Forschungseinrichtungen, der
pharmazeutischen oder chemischen Industrie, in Kliniken oder biotechnologisch
arbeitenden Betrieben. Selbstverständlich gibt es auch mögliche Einsatzgebiete
im Raum Braunschweig, beispielsweise bei der Gesellschaft für Biotechnologische
Forschung, der Physikalisch Technischen Bundesanstalt, der Forschungsanstalt
für Landwirtschaft, der Biologischen Bundesanstalt, dem Niedersächsischen
Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), der
Technischen Universität und den Fraunhoferinstiuten. Zu den herstellenden und
verarbeitenden Betrieben in und um Braunschweig zählen Brauereien,
Zuckerfabriken, Arzneimittelhersteller, Farben- und Lackfabriken, Hersteller
von kosmetischen Produkten, um nur einige zu nennen.
Allgemeine Informationen zu CTA finden Sie hier.
|